Gasthaus zur Krone Wies

Geschichte der Gastwirtschaft " zur Krone" in Wies

 

Am 27.01.1784 ersuchte der Wieser Landwirt Georg Brändlin  den Markgraf Karl Friedrich von Baden über das Oberamt Rötteln mit Amtssitz in Schopfheim, um ein Tavernenrecht.

Er berichtete in seinem Gesuch, daß der Ort Wies seit geraumer Zeit einen eigenen Pfarrer und sämtliche Neben- und Nachbarorte ins Kirchspiel eingezogen wurden. Dadurch würden die beiden schon in Wies vorhandenen Gastwirtschaften (gemeint waren die Gasthäuser "zur Sonne " und " zum Löwen")nicht ausreichen. Er führte weiter an, daß sich sein Sohn derzeit als Bäckergeselle auf Wanderschaft befinde, aber nun im Frühjahr 1784 zurückkehre. Mit einer Wirtschaftsgerechtigkeit käme dann seines Sohnes Handwerk besser zum Zuge. Außerdem sei er von einigen Bürgern im Ort angesprochen und ermuntert worden eine eigene Schildergerechtigkeit zu erlangen.Er habe genügend finanzielle Mittel, um sein Haus mit den notwendigen Einrichtungen und Geschirr auszustatten.

 

Bereits am 07. April 1784 erhält Georg Brändlin von Wies durch die Rentkammer in Karlsruhe ( vergleichbar heute mit einer Oberfinanzdirektion), den Wirtschaftsbrief. Mit der Bezahlung einer staatlichen Konzessionstaxe von 36 Gulden durfte er nun das Schild "zur Krone" an seinem Haus anbringen und jedermann bewirten und beherbergen.

 

Danach Schweigen sich die Akten  bis ins Jahr 1858 über das Gasthaus "zur Krone" in Wies aus. Es ist aber davon auszugehen, daß der Sohn von Georg Brändlin, seines Zeichens Bäckermeister, spätestens nach dem Tod seines Vater, die "Krone" in Wies übernahm. Aus den beigefügten Versteigerungsangeboten des Gasthauses "zur Krone" in Wies aus den Jahren 1858 und 1860 ist zu entnehmen, das dieser Bäckermeister mit Vornamen -Jakob- Brändlin hieß und 1858 bzw. 1860, seinen gesetzlichen Erblassern und zwar seiner Witwe und seinem Schwiegersohn und Kronenwirt Georg F. Mutterer und sonstigen Erblassern das Anwesen "zur Krone" zu bekommen ließ. Demzufolge dürfte der Schwiegersohn Georg F. Mutterer bereits einige Jahre oder sogar Jahrzehnte vor dem Jahr 1858 auf der "Krone" in Wies gewirtet haben. 

 

Durch den Wegzug von Georg F. Mutterer aus Wies wurde  zunächst das Gasthaus "zur Krone" in den Jahren 1858 bis Ende 1860 an den Ortsbürger und Metzger Georg Friedrich Kiefer verpachtet.

 

Mit Datum vom 02.01.1861 ging das Anwesen mit der Gastwirtschaftsgerechtigkeit "zur Krone" an den Wieser Ortsbürger und Landwirt Wilhelm Weber käuflich über. Wie bereits schon oben angeführt, war dieser jahrelang Gemeindewirt in Wies. Im Oktober 1907 übernahm der Schwiegersohn von Wilhelm Weber, der Metzgermeister Wilhelm Schöpflin mit seiner Ehefrau Marie, geb. Weber, die "Krone".Bei dieser Gelegenheit wird der Zustand des Anwesens beschrieben und zwar ein Wirtschaftszimmer mit 32 qm, ein Nebenzimmer mit 28 qm eine Küche mit 20 qm; und im 2. Stock Wirtewohnung mit 2 Fremdenzimmer. Dieser Kronenwirt Wilhelm Schöpflin war auch derjenige, welcher im Jahre 1928 aus dem ehemaligen Ökonomiegebäude hinter dem Gasthaus, einen großen Saal erbauen ließ.

 

Die wirtschaftliche Situation zu dieser Zeit und den nachfolgenden Jahren war aber nicht besonders günstig, weshalb der Saalneubau für den Erbauer und Wirt Wilhelm Schöpflin keine gute Rendite erbrachte.

 

Ein neues Kapitel der Gasthausgeschichte der "Krone" in Wies  wird im Jahre 1941 aufgeschlagen. In diesem Jahr befand sich das deutsche Reich ( 3. Reich) gerade im 2. Kriegsjahr. Der Holzhändler Wilhelm Bechtel aus Sallneck und seine Ehefrau Maria, geb. Giesin, erwarben am 29.03.1941 käuflich  von Wilhelm Schöpflin das Anwesen "zur Krone" in Wies. Die Tochter Elsa Bechtel betrieb laut einer vorliegenden Akte ab Januar 1942 das Gasthaus in eigener Regie. Sie verheiratet  sich im Kriegsjahr 1943 mit Wilhelm Brunner, ebenfalls aus Sallneck. Im Jahre 1950 zog das Wirteehepaar Brunner zurück in ihre Heimatgemeinde  Sallneck.

 

Das Gasthaus befand sich ab dem Jahre 1950 bis 1973 in den Händen nachfolgend aufgezählter Pächter /innen:

 

ab Oktober 1950 - Frau Anna Böhler

November 1951 - Frau Lydia Müller

April 1964 - Herrn Wolf Dieter Westbrook

Dezember 1964 - Herrn Alfons Brack

Januar 1966 - Frau Elsa Asal

Mai 1968 - Frau Ida Hinnenburg

September1969 - Herrn Helmuth Hinnenburg u. zuletzt im

Januar 1972 - Herrn Harry Gross. PAD

 

Dieser ständige und häufige Pächterwechsel wirkte sich auf das Gastgewerbe äußerst  ungünstig aus. Deshalb beantragte Wilhelm Brunner im Juli 1974 eine eigene Gaststätten Erlaubnis für seine "Krone" in Wies. Zuvor hatte er den Wirtschaftsbetrieb in die Hände seiner Tochter Heidi gelegt.

 

Als der Sohn und jetzige Gastwirt Horst Brunner die Kochlehrjahre beendet hatte, übergab der Vater den Gaststättenbetrieb im Jahre 1978 an ihn. Wilhelm Brunner hatte selbst mit dem Gaststättenbetrieb "Hirschen" in Sallneck genug zu tun.

 

Der junge engagierte Wirtesohn und Koch Horst Brunner sah es als eine Lebensaufgabe an, den Wirtschaftsbetriebder "Krone" wieder in Flor zu bringen und das elterliche Gasthaus, wie um die Jahrhundertwende und  zur Zeiten seiner Mutter, wieder zu einem renomierten und gutbürgerlichen Speiserestaurant zu entwickeln. Mit energischen Willen und Tatkraft lockte er mit einem vielfältigen Speiseprogramm, im Umkreis von 50 Kilometer, Gäste in sein Restaurant. Die "Krone" in Wies wurde für jeden Gourmet, welcher nicht nur ein Zipfel auf dem Teller haben wollte, eine beste und anerkannte Adresse.

 

Die gute Frequenz veranlasste dann Horst Brunner zusammen mit seinem Vater, das Anwesen"zur Krone" in Wies, ab dem Frühjahr 1987 ganz neu zu gestalten. Aufgrund der enorm gestiegenen Gästezahlen reichten die Räume längst nicht mehr aus.

 

Innerhalb von 2 Jahren entstand durch den großen Um- und Anbau der heutige Gasthof und Restaurant "zur Krone" in Wies.Der alte Kronensaal erfuhr eine totale Neugestaltung. Toiletten wurden neu eingerichtet,  ebenfalls steht den Gästen eine Großzügige angelegte Sommerterrasse zur Verfügung. Die Küche wurde mit den modernsten Einrichtungen versehen.

 

Mit diesem Umbau und der Neugestaltung beantragte Horst Brunner eine eigene Gaststättenerlaubnis. Mit Datum vom 02.04.1989 erhielt der stolze Besitzer Horst Brunner vom Landratsamt Lörrach die Genehmigung, in 3 Schank- und Speiseräumen einschließlich der neuen Freiterrasse, seine Gäste zu bewirten.

 

Der Gasthof und das Restaurant "zur Krone" in Wies erstrahlt seit dem Frühjahr 1989 im neuen Glanze und nimmt tagtäglich zufriedene Stammgäste, Feriengäste und neue erwartungsvolle Gäste auf. Ohne Übertreibung darf gesagt werden, daß bis heute noch kein Gast in der "Krone" in Wies bei  dem Wirt Horst Brunner , hungrig seinen Tisch verlassen hat.

 

Der Verfasser dieser kleinen Chronik wünscht dem Wirtsehepaar Horst Brunner noch viele Jahrzehnte Erfolg und Gesundheit auf dem weithin bekannten Gasthof und Restaurant "zur Krone" in Wies.

 

Michael Fautz

Lörrach-Hauingen

im August 1994

 

 

 

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